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Amigos - Jan Heitmann und George Danzer

Was soll ich denn spielen?

Von GeorgeDanzer, 21.10.2008, 5455 Aufrufe, 112 Kommentare | Kommentar hinzufügen

Da ist natürlich eine schwierige Entscheidung zu fällen, wenn man so begabt wie meine Leser ist und eine so große Auswahl hat.

Mache ich einfach mal eine kleine Wanderkarte für den ambitionierten Pokerspieler. Und auch für den faulen.

Als erstes die gilt es das Ziel zu definieren. Geld verdienen oder Spaß haben. Spaß haben oder besser werden.

Zum Spaß haben gibt es nicht besseres als die Küchenrunde. Wie Jan in seinem Blog genauer beschrieben hat.

Ob als kleines Cashgame mit sagen wir 5 Euro Buy in und die Blinds entsprechen umgerechnet 10 Cent und 20 Cent oder als Sit and Gos oder wie auch immer. Alkohol oder Ähnliches sind erwünscht und die Spieler können sich auch ohne Folgen auf den Arm nehmen.

Ein Zwischending ist der Besuch im Lokalen Casino.

Bei regelmäßigen Besuchen kennt man die Spieler schon recht gut, aber die offizielle Atmosphäre ist etwas konzentrierter.

Es geht hauptsächlich darum mit Gewinn nach Hause zu gehen. Spaß soll es schon machen, macht aber ja der Gewinn.

Dabei ist eine Bremse auch das Rake, das oft zu üppig genommen wird.

Wer das Glück hat eine Adresse mit gutem Angebot in der Nähe zu haben sollte unbedingt mal vorbeigehen, auch wenn dazu über die Boxershorts noch etwas gezogen werden muss und die Gemütlichkeit des eigenen Heims und die einfachen Spiele im Netz verlassen werden müssen.

An einer Landesgrenze lohnt es sich einen Blick hinüberzuwagen, da die Gesetze noch ein weniger günstiger, weniger Monopolig, liegen und damit ein besseres Angebot zustande kommt. Besonders in Österreich und Holland.

Sonst muss man halt doch ins Internet. Wer etwas lernen will hat hier die besten Vorrausetzungen, mit unendlichem Spektrum von Spielen und Spielstärke.

Aber auch für zwischendurch am Arbeitscomputer ein  kleines Turbo S’n’G zum Spaß ist es da.

Für die Hauptzielgruppe von 18 bis 35 gibt es hier nur eines. No Limit Texas Hold’em.

Dabei empfehle ich für die Gefühlsspieler Cashgames. Mit dem größeren Stack/Blind Verhältnis muss nicht jede Hand Mathematisch perfekt sitzen um trotzdem zurechtzukommen.

Für die Geeks sind Mathematisch anspruchsvolleren Sit and Gos, speziell in der Turbo Variante vielleicht am interessantesten.

Für Frauen in diesem Alter ist Limit Hold’em Perfekt. Da hier die Mathematik eigentlich immer Call oder Raise sagt, weil die Odds so gut sind, ist ein Gespür für die genaue Hand des Gegners eine besondere Waffe.

Ab 35 sollte eigentlich jeder genug von den immer selben, Öden Bad Beats haben und sich den mixed Games zuwenden können, um diese auch einmal komplizierter kassieren zu können.

Dabei ist Omaha Hi/Lo das Spiele für die Bausparer und Kräutergartenpfleger.

Für Draufgänger und Motorradrennfahrer empfehle ich 2-7 Triple Draw.

Langweiler können sich dem Razz zuwenden.

Am 75 ist man dann in der Endstufe der Pokerkarriere angelangt und kann sich an den Seven Card Stud Hi/Lo Tisch zu seinesgleichen gesellen. Diese sind auch immer mit den weichesten Kissen ausgerüstet und haben eine erweiterte Timebank.

Ich hoffe ich konnte dem einen oder anderen Unentschlossenem ein wenig weiterhelfen. George. 

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