Gut das wir das geklärt haben
Von GeorgeDanzer,
08.09.2008,
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Mit den Pushs oder calls.
Dann können wir ja zurück zu den wirklich interessanten Sachen, wie Nightlife in Barcelona.
Ach nein, es fehlt noch die letzte Analyse. Und leider ist die Situation auch so kompliziert, dass es kein Tool dafür gibt diese auszurechnen. Da müsst ihr euch wohl jetzt mit mir ein letztes Mal etwas trockener durchkämpfen.
Würden alle Perfekt spielen wäre es einfach. Kurz das Nashgleichgewicht für diese Situation nachgeschaut, festgestellt dass der Spieler UTG 72.2% seiner Hände pushen kann, da wir sooft folden müssen, da Bubble. Ich selber könnte bei folds von den anderen beiden Spielern vielleicht ab JJ callen, da ja der Druck auf die beiden sehr viel größer ist, als auf mich.
Der Button callt dazu, dadurch ist die Situation ein wenig besser, da in den meisten Konstellationen ich überlebe und im Geld bin, dadurch kann ich mit 77 aufwärts callen und die Entscheidung ist gefallen.
Jetzt ist aber in Wirklichkeit die Range von dem Spieler UTG viel tighter. Er pusht vielleicht alle Paare und AT+ und KQ+. 12% statt 72%. Kleiner Unterschied.
Der Spieler auf dem Button ist bestimmt auch nicht besonders loose, da er busten kann und callt vielleicht mit 88 aufwärts, dazu AJs und AQo. Dass sind 6%. Damit haben wir einmal eine Basis für die Berechnungen.
Um zu einem Vernünftigen Ergebnis zu kommen, müssen wir die Equitys der Ergebnisse vergleichen.
Sollte ich folden gewinnt der shorte Spieler in 58,9% den Pot, da er die bessere Range besitzt als UTG. Die Situation danach ist für mich ungefähr die selbe wie davor. In einem ICM Kalkulator eingegeben habe ich dann 27,57% vom Prize Pool sicher.
In 41,1% bustet er hingegen und ich bin schon im Geld. Das klingt schon besser und ich hätte ungefähr 31,95% Equity.
Beide Fälle zusammengerechnet ergibt sich eine Durchschnittliche Equity von 29,37%.
Wenn ich calle gibt es ein paar mehr Fälle.
Bestenfalls gewinne ich gegen beide. Das passiert laut Pokerstove mit meiner Hand gegen die beiden Ranges in 23,1% der Fälle.
Danach hätte ich den 2. Platz sicher und 45,76% des Prize Pools auf meiner Seite.
Eine Katastrophe wäre es, wenn ich gegen den Dicken verliere, und der Shortie aber überlebt. Das hätten wir in 58,9% der Fälle in denen ich gegen den Dicken verliere, was wiederum in 45% der Fall ist also ingesamt nur 26,6%. So habe ich aber fast 0% Equity, da ich ja fast draußen bin.
Wenn der Shortie mit untergeht, habe ich zwar fast keine Chips mehr, aber bin zumindest im Geld und habe meine 20% für den dritten Platz (genaugenommen 20,55%, da ich ja noch 110 Chips behalte). Das geschieht in 18,5% der Fälle.
Dann bleibt nur noch der geschehene Fall. Ich nehme den dicken heraus, aber der Shortie schlägt mich. Damit bin ich auch im Geld, aber nicht mit einer so guten Position, da mir nur der Side Pot bleibt. Equity 33,45%. Die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt 31,9%.
Alles zusammen also 32,1%*45,76% + 26,6*0,16% + 18,5%*20,55% + 33,45%*31,9% = 29,2%.
Was haben wir nun von dieser Info?
Ihr wißt jetzt, was so ein ICM Kalkulator alles für einen Stress hat und ich weiß, das es Wurst war ob ich calle oder folde. Genau mit diesen Ranges ergibt sich ein Unterschied von einem Groschen. Bischen rauf oder runter muss man immer Runden.
Mein Bauch sagte call und wenn ich dem Spieler die Nash Range gebe habe ich auch recht. Und zwei Stunden für Berechnungen habe ich eh nicht wenn ich noch 12 andere Tische zu bedienen habe.
Morgen geht es nach Barcelona, dann gibt es hier im Blog wieder magerere Kost, oder fettere, wie man es halt sieht.
Viva la Vida and Death and all his Friends, George.









