EPT day 3
Von GeorgeDanzer,
04.04.2008,
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Hallo alle zusammen,
mein zweiter EPT-cash überhaupt, und dann noch in Folge. Life is good. Chips habe ich auch noch, 9. Platz von den letzten 31. Mmmh. Deja vu? Vielleicht hält ja diesmal mein Q2 gegen 66.
Mein zweiter Tag war eine anstrengende Achterbahnfahrt. Am Anfang lief alles sensationell gut. Ich war innerhalb von zwei Stunden von 92k auf 200k hoch und hatte ein super Image am Tisch, weil ich gut gespielt habe, ein paar Hände zeigen konnte und drei (oder vier?) Spieler vom Tisch genommen habe. Ich war zweiter Chipleader im Turnier. Dann wurde es bitter. Die Zulosung der neuen Spieler hätte ein bisschen besser sein können. Erst kommt der Chipleader an meinen Tisch. Zwei Plätze hinter mir. Gemischte Gefühle. Der Franzose spielt zwar nicht unbedingt gut, aber er blufft gerne und groß. Und aus der Position kommen da schnell ein paar sehr schwierige Entscheidungen auf mich zu. Aber in der ersten Hand nimmt der Franzose erstmal zwei weitere Spieler vom Tisch, mit Q3 gegen 22 und AK. Klar. Fullhouse auf dem Turn.
Die somit geleerten Plätze werden aufgefüllt mit Roland de Wolfe und William Thorson. Beide mit Riesenstacks. Somit sitzen 3 hyperaggressive Spieler mit Riesenstacks hinter mir. Ouch.
Einen Bluff gegen Thorson konnte ich noch durchziehen, danach verließen mich die Karten. Und ohne Karten aus der Position habe ich nichts versucht. Die anderen drei haben sich allerdings ganz gut Action gegeben. Vor allem Thorson und der Franzose sind ein paar Mal aneinander geraten. De Wolfe ist dann ausgeschieden. Dafür kam Anthony Lellouche auf seinen Platz. Da hätte ich lieber Roland behalten. Lellouche ist einer der besten Cashgame Spieler in Europa und hatte einen noch größeren Stack als Roland. An dem Punkt saßen 1/7 der gesamten Turnierchips an unserem Tisch! Dabei waren noch über 12 Tische im Turnier! Es gab mindestens einen Tisch, an dem insgesamt weniger Chips waren, als ICH hatte. Soviele Chips waren bei uns. Und alle hinter mir, in den Händen von hyperaggressiven Topspielern. Grrr.
Irgendwann wurde der Tisch dann zum Glück aufgelöst. Ich kam an einen neuen Tisch, wo ich immerhin der zweitgrößte Stack war. Aber der Größte saß, mal wieder, genau hinter mir. Der hat auch jedes Raise von mir gecallt. Mehrere mittelgroße Pots gingen an ihn, wobei er oft genug den Turn treffen musste. Kurzzeitig hatte ich mal eine Zielscheibe auf der Stirn und wurde oft attackiert, bzw. gereraised. Aber am Ende konnte ich auch an diesem Tisch zurückschlagen und mir noch ein paar Chips sammeln.
Die nächsten beiden Tische waren eine ziemliche Achterbahnfahrt. Erst rauf auf 300k, mein Höchststand, dann in den Keller auf 120k, wieder unter Average. Am letzten Tisch habe ich mit Johannes Strassmann und Todd Brunson gesessen. Da lief es erst Ok, dann liefen meine Buben in Brunsons Könige und mir die Tränen. Aber durch einen sehr knappen Call eines All-In Spielers in der zweitletzten Hand des Tages konnte ich mir noch ein paar Chips holen. Das ging so: Blinds 3000-6000, Ante 500, also 12500 im Pot. Alle folden zum Button, der mit 75.000 all-in geht. Ich muss 69.000 bezahlen, um 87.500 zu gewinnen. Von dem Spieler habe ich in 1,5 Stunden abgesehen von zwei Open-Push keine einzige Hand gesehen. Oft allerdings, weil bis zu ihm schon jemand all-in war, oder Johannes geraised hatte.
Mit welchen Händen callt ihr hier? Zweitletzte Hand des Tages, Average ist bei 180.000 oder so, ich habe 120.000, wenn ich folde, knapp 60.000 wenn ich verliere und über 200.000 wenn ich gewinne.
Denkt mal drüber nach.
Gleich geht’s los, deswegen nur noch ein kurzes Suchbild:
Wo bin ich?

So. Chipleader werden.
LG, Jan.









