Siebter Platz bei der Sunday Million
Von GeorgeDanzer,
17.03.2008,
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War spannend.
Nachdem ich bis heute immer noch kein DSL hatte bin ich die letzte Woche gemütlich angegangen und habe mehr getanzt als gearbeitet. Ob es daran lag, oder an meinem Spiel oder am Glück, dass ich dafür gleich mit einem final Table bei der Sunday Million belohnt werde, werden die Kommentare auflösen.
Was ich anbieten kann, sind ein paar Hände mit meinem Gedankengang erläutert. Jetzt sind das aber an einem so langen Sonntag ein paar mehr geworden und ich werde sie in mehrere Blogs verpacke müssen.
Von vorne.
Am Laptop auf der Couch mit UMTS-Karte will ich nachsehen wann genau das Heads Up Turnier startet und so wie ich mich auf Pokerstars einlogge, poppt auch schon ein Turniertisch auf, an dem ich in der zweiten Runde heruntergeblindet werde. Interessant …
Lobby behauptet es wäre die Sunday Million, die aber meiner Meinung nach erst in 45 Minuten startet. Ob da wohl irgend etwas mit der Zeitumstellung war?
Yep.
Bischen hektisch greife ich ins Geschehen ein und muss zwei Hände aufgeben. Von den 10.000 Startchips etwas herunter, ergibt sich folgende Hand:
Preflop zu limpen, in Position, mit JT ist wohl vertretbar. Auf dem Flop wird zu mir gecheckt und mit dem mittlerem Paar strecke ich meine Fühler mit einer kleinen Bet aus. Die schlechte Nachricht ist, dass zwei Spieler callen, was vermuten lässt, dass ein Ass oder ein Bube mit besserem Kicker unterwegs ist. Die gute ist der Turn. Jetzt muss ich mit einem etwas größeren Bet gegen die ganzen möglichen Straßenriver verteidigen und am River dann noch eine mittelgroße Valuebet.
Mein Ruf ist wohl etwas wilder als meine tatsächliche Spielweise, da mein Gegner die ganze Hand sehr dünn durchcalled.
Danach baue ich meinen Stack mit ein paar kleineren Pots weiter auf wie zum Beispiel:
Diese Hand ist eigentlich uninteressant, wenn sie nicht der entscheidende Faktor für die nächste wäre. Da meine Gegner nämlich jetzt einen Raise von mir auf dem Button gegen viele Limper gesehen haben, der wie ein Steal aussieht nutze ich die Betsize in der nächsten Hand um der Small Blind oder dem Limper eine gute Möglichkeit zu geben gegen mich zu pushen:
Wie gesagt habe ich den Gegnern leichte Zweifel eingeflößt ob ein Raise auf 3600 von mir als Button recht koscher ist und nutze das Misstrauen aus.
Das sind auch schon die Hände, die die Anfangsphase ausmachen. Auf einmal sitze ich auf doppeltem Average und habe eine sehr gute Ausgangslage geschaffen, einen Stack zusammenzubringen, der es mir erlaubt Richtung Bubble richtig Druck auszuüben.
Danach habe ich genug Chips um Resteals anzusetzen, ohne gleich all in gehen zu müssen und mein Turnierleben zu riskieren.
Der Gegner raised preflop sehr loose, aber war sonst eher Passiv. Also stelle ich mich mit Reraise und Continuation Bet aggressiv dagegen.
Der eher etwas große Raise war für diesen Gegner untypisch und ich calle deshalb etwas light mit KQ aus dem Big Blind. Der Flop ist eigentlich ganz gut für mich, Gutshot und zwei Overcards, so dass ich eine Line wähle, die mich commited, aber mir möglichst viel Folding Equity verschafft.
Hier habe ich ein etwas ungutes Gefühl als mich der beste Spieler am Tisch vom Button called, besonders weil er mich mit A5 etwas nackig erwischt. Aber da er oft reraised gebe ich ihm eigentlich nicht unbedingt ein Paar, oder AQ-AT sondern eher eine Hand in der Range suited Connectors bis KQ.
Mittelguter Flop für mich und meinem Read zu folgen will ich aber hier nicht anspielen, da er sehr viel pushen kann. Von open ended oder Gutshot bis Flushdraw, sind das alles Hände gegen die ich noch vorne bin aber sicherlich nicht für meinen Stack mit Ass hoch hinenstelle.
Er checkt dahinter.
Turn ist gut für mich, halbwegs Blank, aber gibt mir zu Not einige Outs, sollte ich mich grob geirrt haben und doch hinten sein. Die Frage ist, ob ich klein anspielen soll und einen Raise mit einem Semibluff/Wahrscheinlichbinichehgradgut push beantworte oder passiv weiterspiele. Da wir uns Richtung Bubble bewegen, ist es wahrscheinlich, dass er mindestens eine Bluff probiert, also nehme ich Tor 2.
Auf dem River muss ich dann nach kurzer Überlegung callen, da ich die Hand ja auf diesen Bluff ausgerichtet hatte.
Wie sich heraustellt hatte er tatsächlich einen Flushdraw aber die Hand nicht optimal gespielt.
Danach habe ich über zehn mal Starting Chips und auf der Bubble viel Munition und wie ich dieses Ausnutze und mit vielen Resteals durch die mittlere Phase des Turnieres cruise gibt, es dann morgen im nächsten Blog.
Cheers, George.









