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Amigos - Jan Heitmann und George Danzer

Asse bei Pot Limit Omaha

Von GeorgeDanzer, 25.02.2008, 4565 Aufrufe, 81 Kommentare | Kommentar hinzufügen

Das war ja mal eine lange Heads up Session, die ich in Kopenhagen zu kommentieren hatte. Aber so ist Live Poker. Besonders wenn es um sehr viel geht.

Die beiden Spieler wollten nicht sehr viel riskieren und haben ewig nur gecheckt und gecheckt. Am Schluß hat dann der bessere Spieler (Timothy Vance, falls ihr die coverage verpasst habt) gewonnen und war so fertig, dass er noch nicht einmal ein vernünftiges Interview zustande gebracht hat.

Danach bin ich nach Schweden gefahren um noch zwei Tage auszuspannen und Morgen geht es dann zurück.

Da es ein paar Beschwerden gegeben hat, dass meine Beiträge wenig informativen Pokercontent beinhalten, habe ich meine Datenbank durchsucht und bin auf ein paar Omahahände gestoßen, die ich jetzt noch mit Analyse einstreuen kann, bevor es ab nächster Woche wieder viel aktuellen S’n'G-Inhalt gibt.

Heute die Asse.

Asse spielen sich bei Pot Limit Omaha oft sehr schwierig. Dadurch dass der Gegner 4 Karten hält können wir viel schwieriger als beim Texas Hold’em einschätzen welche. Oft werden wir gute Asse vor dem Flop raisen und auf dem Flop eine schwierige Entscheidung haben. Continuation Bet oder nicht?

 Diese Hand ist es Wert  vor dem Flop geraised zu werden. Auch außer Position. Bevorzugt schaffen wir es alle Spieler außer einem zu eliminieren. Diese Hand zu checken ist aber bestimmt auch kein großer Fehler.

Nach dem Raise und dem optimalen Ergebnis eines Heads up Pots werden wir meistens eine Continuation bet anbringen. Besonders auf einem so guten Board. In dieser Hand foldet der Gegner und alles ist gut.

Sollte aber noch Gegenwehr in Form eines Calls oder Raises kommen, hängt das weitere Spiel vom Gegner ab. Ist der Gegner im Stande hier ohne die drei einen Move zu machen oder nicht? Man sollte sich nicht zu viele Gedanken machen ob er die drei tatsächlich hält, also ob man sie ihm gibt, sondern ob er ohne diese überhaupt spielen würde. Auf diesem Limit kann man davon ausgehen, dass die meisten Spieler bei aktiver Gegenwehr eine Drei halten, also gibt man die Hand auf.

Hier ein Beispiel bei dem von einer Continuation Bet abzuraten ist. Vor dem Flop ist es Sinnvoll, die Asse in Position zu raisen.

Jedoch ist der Flop sehr ungünstig, da nicht nur viele Hände sondern auch viele Draws getroffen haben. Es wäre üngunstig gerade von einer Draw Hand gecheckraised zu werden und dann aufgeben zu müssen. Also checkt man hinterher.

Der Turn komplettiert die Straße und bringt uns aber Outs zu den Nuts (die drei Könige die keinen Flush vervollständigen). Also wieder check.

Auf dem River können wir davon ausgehen trotz der wenigen Action icht mehr vorne zu sein. Die Frage ist ob ein Bluff Sinn macht um eine zwei Paar Hand aus dem Pot zu drängen. Ist es aber nicht, da wegen der wenigen Action eine zwei paar Hand davon ausgeht gut zu sein und sicher callt. Also gibt man die Hand auf.

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