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Amigos - Jan Heitmann und George Danzer

Sit and Go statt Sit an Write

Von GeorgeDanzer, 24.11.2007, 5432 Aufrufe, 237 Kommentare | Kommentar hinzufügen

In einer kleinen Schreibpause habe ich mir ein Set von zehn Sit and Gos gegönnt.

Die Turbo S’n'G auf Pokerstars sind eigentlich optimal. Dauern nicht länger als eine Stunde und ich spiele sie sowieso gerne, da durch die schnelle Blindstruktur schnell eine All-in oder Fold Situation vorhanden ist.

Das gefällt den meisten guten Spielern nicht so gut, da dadurch die Möglichkeit wegfällt viele Flops mit schwächeren Spielern zu sehen und diese auszuspielen. Dafür gewinnt das Wissen über ICM also dem Independent Chip Model, sowie dessen Implikationen für das Spiel auf der Bubble an Bedeutung. Und obwohl sehr viel darüber geschrieben wird, habe ich immer noch das Gefühl, dass viele Spieler Start Hand Rankings usw. überbewerten, statt sich einmal genau diese wichtigen die Situationen anzusehen und die ein oder andere selber durchrechnen um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Aber zurück zu meinen Tischen. Ich öffne also zehn 25$+2$ S’n'Gs und spiele erst einmal tight. Ja in den ersten Leveln keine Chips verschenken und dann das solide Image, dass man sich aufbaut bei hohen Blinds als erhöhte Folding Equity ausnutzen.

Ich spiele wirklich wenige Hände, AT zum Beispiel nie. Nicht einmal vom Button. Der Wert die Blinds zu gewinnen ist weniger Wert als das gute Image. Also spiele ich nur Hände die wirklich Value haben. Paare wenn ich billig den Flop sehen kann. Und hohe Paare mit dem Versuch Preflop so viel wie möglich in den Pot zu bekommen.

Es ist wichtig die Hände, die man trifft nicht zu slowplayen, sondern so viel Value wie möglich herauszuholen. Auf diesem Level folden die Gegner nicht gerne.

Sollte der Gegner wirklich so schlecht sein, ohne die Odds auf der Turn mit dem Flushdraw zu bezahlen und dann trotzdem den getroffenen River zu checken, bin ich halt draußen, aber verschenkt wird nichts.

Dann ist die erste Phase der Turbos auch schon vorbei und es geht in die wichtige, mit hohen Blinds.

Hier ist ein Raise nicht so viel Wert wie ein Push, da sich ein Gegner mit KQ oder AJ auf einen normalen Raise dazu entscheiden könnte zu Pushen und so hat er das Problem all in callen zu müssen.

Ähnliche Situation, aber da AT bei einem call öfter von AJ bis AK dominiert wird folde ich. Im nachhinein habe ich noch eine Analyse mit dem SnGAnalyzer gemacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ab AJs oder AQo der push korrekt ist.

Und gleich danach das Beispiel, wieso man mit mehr Händen selber all in gehen kann als zu callen. Nicht nur, dass man gegen die Range des Gegners hier nicht besonders gut aussieht, es besteht auch noch die Gefahr, dass einer der vielen Gegner nach einem noch mit QQ-AA oder AK aufwachen.

Hier der einzige wirkliche Fehler von meiner Seite. Auch wenn der Gegner viele Chips hat und eine größere Range raised, habe ich eine Chipsituation die es zu konservieren erfordert. Da bekomme ich später sicher noch bessere Möglichkeiten zu pushen.

Kommt euch diese Hand bekannt vor?

Wie man solche Pushs berechnet habe ich ja schon beschrieben. Hier ist der Push nur nicht korrekt, sollte der Gegner über 50% seiner Hände callen. Ja, mit J7o und J4s auch. Da ich davon ausgehe, dass er das nicht macht schiebe ich hinein.

Hier ein Beispiel wie ein mathematisch korrekter Push auch schief gehen kann.

Ohne Kommentar das letzte Heads up:

Schlussendlich habe ich von diesen Zehn Turnieren zwei dritte, einen zweiten und einen ersten Platz gemacht. Das Ergibt 112,5$ + 67,5$ + 2*45$ = 270$.

Break even, George.

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